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<title>Phonecast</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Phonecast</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Phonecast</b> ist ein <a href="Kofferwort" title="Kofferwort">Kofferwort</a> aus <i><a href="Telefon" title="Telefon">Telefon</a></i> und <i>Broadcast</i> (<a href="Rundfunk" title="Rundfunk">Rundfunk</a>) und bezeichnet die Verbreitung eines Rundfunkprogramms (meist Hörfunk) über einen Telefonserver für Hörer, die das aktuelle Programm über das Telefon abrufen. Diese Verbreitungsmethode gibt es bereits seit Jahrzehnten, hat aber in Europa aufgrund hoher Telefongebühren und des hohen Aufwands bei der Implementierung auf technischer Seite nur sehr begrenzt Verbreitung gefunden. Heute wird Phonecast über Medienserver im Internet realisiert (z.&nbsp;B. <a href="Asterisk_(Telefonanlage)" title="Asterisk (Telefonanlage)">Asterisk</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) und über multiplexfähige Telefongateways (Übergangsstufe vom Internet) in das Telefonnetz geleitet. Die meisten Dienstleister wie z.&nbsp;B. <i>Phonecaster.de</i> (<i>Just Digits GmbH</i> in Heidelberg) oder <i>PhoneCasting.com</i> in Kingwood (Texas, USA) betreiben neben dem Internetserver auch die Gateways selbst und stellen ihren ohnehin internetbasierten Dienst somit auch für <a href="Session_Initiation_Protocol" title="Session Initiation Protocol">SIP</a>-fähige <a href="IP-Telefonie" title="IP-Telefonie">Internettelefonie</a> zur Verfügung.
</p><p>Technisch ist Phonecast eine besondere Form von <a href="Streaming_Media" title="Streaming Media">Streaming Media</a> und ebenso wie dieses als <a href="Datenstrom" title="Datenstrom">Datenstrom</a> über <a href="Punkt-zu-Punkt-Verbindung" class="mw-redirect" title="Punkt-zu-Punkt-Verbindung">Punkt-zu-Punkt-Verbindungen</a> realisiert, ist also nach rechtlicher Definition kein Rundfunkdienst. Die meisten Hörfunksender, die im Telefonnetz abrufbar sind, sind reine <a href="Internetradio" title="Internetradio">Internetradios</a> und bieten diesen Dienst alternativ zum sonst üblichen Webradio an, darunter sind aber nur wenige Sender, die auch über terrestrische oder kabelgebundene UKW-Frequenzen verfügen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>In Deutschland hat sich Rundfunk über das Telefonnetz aus der Tradition des <a href="Bibeltelefon" title="Bibeltelefon">Bibeltelefons</a> und der <a href="Literaturtelefon" title="Literaturtelefon">Literaturtelefondienste</a> entwickelt (siehe Hauptartikel dort). In den 1960er Jahren wurden Anrufbeantworter für die Einbindung in Telefonanlagen entwickelt. So stand erstmals auch unter finanziellen Aspekten eine praktikable Lösung zur Verfügung, um mehrere Anrufer gleichzeitig über dasselbe System zu versorgen. In den USA wurden bereits früh auch Radioprogramme über diesen neuen Dienst verbreitet, um Geschäftsleute im Hotelzimmer mit Börsennachrichten und über das aktuelle Tagesgeschehen zu unterrichten. In den meisten europäischen Ländern standen dieser Entwicklung die hohen Telefonkosten entgegen. Die <a href="Deutsche_Bundespost" title="Deutsche Bundespost">Deutsche Bundespost</a> richtete einen Dienst ein, über den Nachrichten, Wetter, Fahrplaninformationen und auch die klassische Zeitansage abrufbar waren. Diese waren über vorwahlfreie monopolisierte Rufnummern der Post überall zum Ortstarif verfügbar. Erst mit der Einführung der heutigen Servicerufnummern differenzierten sich die Tarife und konnten auch von privaten Unternehmen in eigener Regie angeboten werden. Dabei gab es zwei unterschiedliche technische Verfahren:
</p>
<ul><li>der „klassische Anrufbeantworter“, der die Ansage auf Abruf von Beginn an abspielt und auch von privaten Institutionen betrieben wurde</li>
<li>das Serververfahren der Bundespost, das in einer Endlosschleife allen Teilnehmern dasselbe Audiosignal zur Verfügung stellt</li></ul>
<p>Aus letzterem Verfahren hat sich der Phonecast entwickelt. Es ist technisch gesehen das „einfachere Verfahren“ und ermöglicht Livestream in Echtzeit. Bereits der <a href="ERF_Medien_(Deutschland)" title="ERF Medien (Deutschland)">Evangeliumsrundfunk</a> hat wenige Jahre nach Sendestart über Kurzwelle die noch neue Technik eingesetzt, um Hörer, die mit der komplizierten Empfangstechnik über Kurzwelle nicht vertraut waren, eine zusätzliche Empfangsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Das Programm war nur für einen kleinen Hörerkreis zum damals bereits günstigen Ortstarif verfügbar und kostete je Verbindung 23 Pfennig, da es zu dieser Zeit im Orts- und Nahbereich noch keine Zeitbegrenzung gab. Für die übrigen Hörer fielen Telefonkosten nach dem Ferntarif an. Auch <a href="Radio_HCJB" title="Radio HCJB">Radio HCJB</a> (ein Missionssender aus <a href="Ecuador" title="Ecuador">Ecuador</a>) bietet als einer der wenigen noch verbliebenen reinen Kurzwellensender sein Programm zusätzlich über Telefonnummern in mehreren Ländern an, darunter auch mit einer deutschen Festnetznummer und mit deutschem Programm. Einige internationale Auslandssender haben mit der aufkommenden Internetverbreitung diese aufwändigen Dienste eingestellt. Die meisten Sender boten diesen Dienst niemals an, da es vor der Etablierung des Internets aus Kostengründen erforderlich war, mindestens eine nationale Einwahlnummer in jedem Land anbieten zu können, in dem man Hörer erreichen wollte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Phonecast_und_telefongestützter_„Podcast“_heute"><span id="Phonecast_und_telefongest.C3.BCtzter_.E2.80.9EPodcast.E2.80.9C_heute"></span>Phonecast und telefongestützter „Podcast“ heute</h2></div>
<p>Im Zeitalter der Telefonflatrates gewinnt Rundfunk über das Telefon wieder an Attraktivität. Beim Mobiltelefon stehen dem Nachteil der im Vergleich zum klassischen Webradio geringeren Tonqualität ein geringerer Stromverbrauch beim Internetempfang über das gleiche Gerät gegenüber.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem sind im Mobilfunk Telefonflatrates derzeit noch verbreiteter als Internetflatrates. Deshalb bietet <i>Phonepublisher.com</i> diese Dienste zusammen mit Hörbuchprogrammen und Stadtführungen für den mobilen Empfang im Auto bzw. Handy an, auch zusammen mit Identitätsmanagement (hörberechtigte Telefonnummern). Während dort im Streamingbereich hauptsächlich Internetsender zum Portfolio gehören, darunter auch viele kleine und private Projektradios, verbreitet <i>Phonecaster.de</i> einige etablierte und professionell gestaltete Programme wie das des <i>ERF</i>, <i>HCJB</i>, <a href="Mallorca_95%2C8_Das_Inselradio" class="mw-redirect" title="Mallorca 95,8 Das Inselradio">Mallorca 95,8 Das Inselradio</a> und andere Sender. Die beiden Dienstleister teilen den Markt im deutschen Festnetz im Wesentlichen unter sich auf.
</p><p>Einige Sender verbreiten lediglich Podcastangebote zusätzlich zum Internet auch über das Telefon, darunter die Nachrichten von <a href="Deutschlandradio" title="Deutschlandradio">Deutschlandradio</a>, <a href="Netzeitung.de" class="mw-redirect" title="Netzeitung.de">Netzeitung.de</a> oder das Podcastangebot von <i>AUTO BILD TV</i>. Sie ergänzen somit ihr Webradioangebot durch besondere Angebote für Handynutzer.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Multimedia_Broadcast_Multicast_Service" title="Multimedia Broadcast Multicast Service">Multimedia Broadcast Multicast Service</a></li>
<li><a href="Telefonrundspruch" title="Telefonrundspruch">Telefonrundspruch</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Phonecaster.de: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20100811082712/http://www.phonecaster.de/faq-tech.html">Technische FAQ</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.phonecaster.de%2Ffaq-tech.html">Originals</a></span> vom 11. August 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.phonecaster.de/faq-tech.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.phonecaster.de/faq-tech.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.phonecaster.de</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Teltarif.de: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.teltarif.de/arch/2009/kw04/s32764.html">Mit PhonePublisher Radio kostenlos via Telefon hören – Derzeit bereits mehrere hundert Programme verfügbar</a> vom 25. Januar 2009</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2021-07-16" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Phonecast&amp;oldid=213924246">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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